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Nadia und Christoph

Romantische Trauung im kleinen Kreis

Christoph schaut verliebt auf den mattgoldenen Ring, der erst seit ein paar Tagen seinen Finger schmückt. Immer, wenn jemand vorbei kommt, fängt er an zu strahlen und kann es gar nicht erwarten, ihn zu präsentieren. Dass er einmal so sehr im Heiratsfieber stecken würde, hätte er sich früher wohl selbst nicht träumen lassen. Doch dann kam Nadia und alles wurde anders. Auch die Braut hätte vorher nicht erwartet, dass sie emotional so bewegt sein und das Eheleben sich so viel vollkommener anfühlen würde: „Ich bin noch immer ganz gerührt, wenn mich jemand mit meinem neuen Namen anspricht oder ich die Ringe an meiner und Christophs Hand sehe.“

Von einem Tag voller Action und Romantik – und einer kleinen Katastrophe am Vorabend, die am Ende zu einem Highlight wurde.
 

Die Spannung steigt: Nadia und Christoph vor dem Standesamt Bremen-Mitte. (Foto: Antje Ehlting)

 

Alles anders und doch perfekt

Nadia und Christoph haben sich am 5. August im Standesamt Bremen-Mitte, das in einer eindrucksvollen Villa an der Hollerallee beheimatet ist, das Jawort gegeben. Aufgrund der Pandemie lief alles etwas anders als gedacht und die große Feier musste auf das nächste Jahr verschoben werden. Doch das hat den schönsten Tag im Leben der beiden nicht weniger perfekt gemacht. Im Standesamt durfte nur eine sehr kleine Gruppe an Gästen das Paar begleiten und auch die Trauung lief in nur rund zehn Minuten ab.

 

Gleich ist es so weit: „Ja, ich will!“ Überglücklich küsst sich das Paar noch ein Mal, bevor es den Bund der Ehe eingeht. (Foto: Antje Ehlting)

 

„Ich war ein bisschen überrumpelt, weil alles so schnell ging
– habe dann aber keine Sekunde mehr gezögert“

Christoph

 

„Kaum war das Gedicht durch die Standesbeamtin verlesen, da wurde ich auch schon gefragt, ob ich Nadia zur Frau nehmen möchte“, erzählt Christoph. „Ich war ein bisschen überrumpelt, weil alles so schnell ging – habe dann aber keine Sekunde mehr gezögert“, gesteht er grinsend. Das erste Mal mit ihrem neuen, gemeinsamen Nachnamen zu unterzeichnen kam wiederum für Nadia sehr plötzlich: Es sorgte durch ein Verschreiben für ein herzhaftes Lachen in der Runde. Sie schwärmt: „Wir kennen uns jetzt schon etwa 18 Jahre und sind auch schon eine ganze Weile ein Paar, doch verheiratet zu sein ist einfach noch mal etwas anderes. Emotional war ich in den Wochen vor der Hochzeit schon recht nah am Wasser gebaut und der Hochzeitstag selbst war einfach das pure Glück. Es war und ist perfekt.“ Sie lacht: „Und irgendwie waren wir deutlich schneller verheiratet, als wir erwartet hatten.“
 

An die Unterschrift mit neuem Namen musste Nadia sich erst noch etwas gewöhnen... aber wenn jemand sie damit anspricht, schwebt sie sofort wieder im siebten Himmel. (Foto: Antje Ehlting)

 

Überraschung für das Brautpaar

Für große Überraschungen sorgten wiederum die Gäste: Nadias Eltern haben eine Fotografin organisiert, die auch mit ins Standesamt kommen durfte und anschließend wunderschöne Bilder der frisch Vermählten in den Wallanlagen machte. Für Christoph wurde damit aus seinem Arbeitsweg plötzlich ein ganz besonderer Ort, an dem er zukünftig wahrscheinlich öfter mal innehalten und sich an seinen Hochzeitstag zurückträumen wird.
 

Auf seinem täglichen Arbeitsweg durch die Wallanlagen wird Christoph nun immer an diesen schönen Tag erinnert.  (Foto: Antje Ehlting)

 

Der Brautvater verwandelte sich zudem kurzerhand in einen privaten Chauffeur und Bodyguard. „Nicht nur, dass er uns durch Bremen gefahren hat, er hat – mitsamt Hund – das Shooting überwacht, als seien wir Berühmtheiten, die von Fans bewundert werden“, erzählt Christoph, beeindruckt vom vollen Einsatz seines neuen Schwiegervaters. Auch Nadia ist begeistert: „Mein Vater hatte das Auto mit Blumen und Dosen geschmückt und behielt alles genau im Auge. Das war so schön! Und auch das Ergebnis des Überraschungsshootings ist traumhaft: Es passt perfekt zu uns. Das sind einfach wir. Währenddessen habe ich mich aber auch schon auf das leckere Frühstück mit unseren Liebsten gefreut.“

 

Zwar durfte nur eine kleine Gruppe das Paar an diesem Tag begleiten, doch dadurch er war nicht weniger gefüllt mit Liebe. (Foto: Antje Ehlting)

 

Nach der Fotosession ging es also für das Brautpaar zum Brunch in einen angemieteten Café-Garten. Zuvor hatte die Familie die Location bereits liebevoll geschmückt. Neben der Hochzeitstorte aus einer traditionellen Konditorei gab es jede Menge Geschenke, Glückwünsche und ausgelassene Stimmung. „Eines der tollsten Geschenke hatte meine Mutter vorbereitet: Mit Kinder- und Jugendfotos hat sie eine Collage von Christoph und mir erstellt“, erzählt die Braut.

Den Brautstrauß hat ihr Christoph allein gebunden, so Nadia: "Das fand ich wirklich sehr romantisch. Am Vortag hat er vom Blumenmarkt die Blumen besorgt und dann alles selbst gemacht. Ich war total beeindruckt. Ich habe den Strauß auch nicht geworfen, sondern ihn schön festgehalten und mit nach Hause genommen. Jetzt trocknet er."
 

Zum Anbeißen: Die verzierte Hochzeitstorte auf dem Brauttisch ist ein echter Hingucker. (Foto: privat)

 

Abschlussdinner in Hamburg

Wer denkt, dass der Tag damit bereits gemütlich ausklang, irrt sich allerdings gewaltig. Um 14 Uhr ging nämlich der Zug nach Hamburg! In der Elbmetropole wartete schließlich eine Junior Suite im 4-Sterne-Hotel auf die beiden. Dort wurde schnell das Gepäck verstaut und schon ging es weiter in die Elbphilharmonie zum Konzert von Brandão, Faber und Hunger – ein „Schweizer Liebesspiel“. „Also, wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin: Ich habe nichts verstanden. Aber es war super schön“, erinnert sich der Bräutigam lachend. Für eines haben seine Sprachkenntnisse dann aber doch gereicht: das „Ich liebe dich“ – und das ist schließlich das Wichtigste. Passender hätte ein Stück an diesem Tag wohl auch nicht sein können. Das findet auch Nadia: „Das Konzert hat die ganze Stimmung des Hochzeitstages perfekt eingefangen: die Aufregung, die Liebe, die Harmonie und das absolute Glück, das wir gefühlt haben. Der ganze Tag war unglaublich harmonisch. Nichts konnte uns aus der Ruhe bringen an unserem Tag, der noch schöner war als erhofft.“

 

Auch in Hamburg ließen Nadia und vor allem Christoph keine Gelegenheit aus, um stolz ihre Eheringe zu präsentieren. (Foto: Antje Ehlting)

 

Nun aber zurück ins Hotel? Noch immer weit gefehlt. Das Power-Brautpaar traf sich zum Anstoßen mit Freunden, die ihnen zufällig begegnet waren, und ging schließlich schick in einem Restaurant essen. Genauer gesagt dinieren: „Es gab das wohl opulenteste, dekadenteste Menü, was wir jemals gegessen haben“, berichten die beiden begeistert. „Der perfekte Abschluss des Tages.“

Das Hotel wurde nicht ohne einen Abschliedsgruß des Ehepaares verlassen: „Christoph hat mit einer Instax, die wir dabei hatten, ein Selfie gemacht und im Zimmer aufgehängt, sozusagen als Markierung unserer Suite. Das haben wir dann am Ende dort gelassen“, erzählt Nadia grinsend.
 

Nadia und Christoph ließen ihren Hochzeitstag mit einem romantischen Abend in Hamburg ausklingen. Dabei entstand auch Nadias Lieblingsfoto. (Foto: privat)

 

Unglück mit glücklichem Ausgang

Zu einer kleinen Katastrophe mit Happy End kam es am Vorabend der Hochzeit: „Nur noch schnell das Outfit bügeln, damit alles morgen wirklich perfekt ist“, dachte sich Nadia spät abends – doch leider spielte das Bügeleisen nicht mit. Der Temperaturregler ging ausgerechnet an diesem Tag kaputt und lieferte mehr Hitze als erwartet. „Das Bügeleisen fühlte sich schon irgdnwie wärmer an, als ich vermutete. Das kam mir zwar komisch vor, aber wer erwartet schon sowas am Abend vor der Trauung? Zum Glück habe ich dann nicht das ganze Bügeleisen aufgelegt, sondern nur vorsichtig mit der Spitze getestet. Doch das schon schon gereicht, um den Jumper etwas zu beschädigen. Tja, dann habe ich den Stecker gezogen, das Kleidungsstück in den Schrank gehängt und und bin zu Christoph ins Wohnzimmer gegangen. Das war wohl irgendwie eine Resignation. Aber ich habe versucht, ruhig zu bleiben“, erinnert sie sich.

 

Nie wieder ohne dich: Nadia und Christoph gehen zusammen durch dick und dünn. Von nun an als glückliches Ehepaar. (Foto: Antje Ehlting)

 

„Danach waren wir beide echt kaputt, 
haben trotz der Aufregung gut geschlafen
und uns einfach auf den nächsten Tag und eine tolle Zeit gefreut.
Da haben wir dann alles so genommen, wie es kam.“

Nadia

 

Der Bräutigam kam seiner Einschätzung nach tatsächlich mehr ins Schwitzen als die Braut. Denn diese holte kurzerhand ihren Plotter heraus und setze einfach ein glitzerndes Herz auf die kleine Brandstelle. „Also, ich war etwas panisch“, gesteht ihr Mann. „Was hätten wir so spät abends auch machen sollen? Aber Nadia ist ganz cool geblieben und hat ihr Hochzeitsoutfit einfach noch schöner gemacht – es war am Ende sogar das Highlight des Outfits“, schwärmt er – zutiefst beeindruckt von den Fähigkeiten seiner Liebsten. Sie ergänzt: „Dass mir so schnell eine Lösung erfiel war Segen und Zufall zugleich. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Alternativ hätte ich eben die Hosenbeine abgeschnitten und umgenäht. Danach waren wir beide echt kaputt, haben trotz der Aufregung gut geschlafen und uns einfach auf den nächsten Tag und eine tolle Zeit gefreut. Da haben wir dann alles so genommen, wie es kam. Die Haare habe ich mir zum Beispiel selbst gemacht: Als diese einfach nicht lockig werden wollten, habe ich sie eben glatt und offen getragen und eine Spange eingearbeitet. Und es fühlte sich so an, als sollte es eben einfach so sein“, erzählt Nadia verliebt und lächelt. 

 

Wir bedanken uns recht herzlich bei dem Brautpaar Nadia und Christoph und wünschen ihnen alles Liebe für die gemeinsame Zukunft!


(Titelfoto: Antje Ehlting)