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Pumps oder Boots?

Auf der Suche nach den passenden Brautschuhen

Wie beim restlichen Outfit ist die Wahl der Brautschuhe oft Geschmackssache. Foto: Pixabay

Bremen. Wenn der große Tag näher rückt, steht für viele nicht nur die Suche nach dem perfekten Kleid oder Zweiteiler für die Hochzeit auf dem Plan. Auch die passenden Schuhe gehören natürlich dazu. Diese zu finden ist nicht immer eine ganz einfache Aufgabe. Schließlich sollen Brautschuhe nicht nur gut aussehen. Sie müssen auch zum restlichen Hochzeitsoutfit passen und im Idealfall eine ausgelassene Feier durchstehen. Und das alles, ohne dass die Füße nach kurzer Zeit schmerzen.

Zunächst also ein wichtiger Hinweis: Auch wenn High Heels elegant aussehen mögen und optisch lange Beine zaubern können – die höchsten Absätze bringen nichts, wenn man darauf nicht laufen kann. „Ich würde keiner Braut zu hohen Schuhen raten, wenn sie auch sonst nie welche trägt“, sagt Sophie Hetzel, Ingenieurin für Schuhtechnik und Inhaberin einer Brautboutique in Pirmasens. Und auch die Hochzeitsplanerin Nadine Metgenberg empfiehlt eher komfortable Brautschuhe. „Möglichst flach und bequem sollten sie sein. Man sieht unter einem langen Brautkleid sowieso nicht viel vom Schuh“, so ihr Hinweis. Will man partout nicht auf hohe Absätze verzichten, machen Schuhe zum Wechseln Sinn.

Bei Wechselschuhen auf die Länge des Kleides achten

Für die späten Stunden der Feier sind Sneaker oder Ballerina eine gute Wahl. Allerdings muss man gar nicht unbedingt von einem hohen auf einen komplett flachen Schuh wechseln. Manchmal hilft es schon, in ein anderes Modell zu schlüpfen oder auf ein paar Zentimeter weniger zu setzen. „Man muss natürlich immer beachten, dass die Kleider auf die eigene Größe mit Absätzen angepasst werden. Und wenn man dann nach einer Stunde von zehn Zentimetern auf Flats wechselt, ist das Kleid plötzlich viel zu lang“, gibt Sophie Hetzel zu bedenken. Mit einer mittleren Höhe von rund sechs Zentimetern liegt man ihr zufolge auf der sicheren Seite.

Doch was ist eigentlich gerade angesagt bei Brautschuhen?

Zwar sind Trends bei Brautschuhen weniger stark ausgeprägt als bei der regulären Mode. Dennoch gibt es auch hier Bewegungen. Weiße Schuhe sind etwa gerade eher auf dem Rückzug – und machen Platz für Farbe. „Es geht weg von den klassischen Brautschuhen hin zu auffallenden Modellen wie zum Beispiel einem magentafarbenen Plateauschuh oder einer pinken High-Heel-Riemchen-Sandale“, sagt Nadine Metgenberg. Auch zarte Pastelltöne sind Sophie Hetzel zufolge derzeit modern. „Aktuell sind Perlen stark angesagt, Applikationen, vereinzelt auch Glitzer oder Schmucksteine“, so die Brautschuh-Expertin. „Aber auch zarte Elemente wie zum Beispiel Schleifendetails aus Tüll.“ Und auch bei der Brautmode spielt der Nachhaltigkeitsgedanke eine Rolle. „Nach einer Hochzeit kann man ja fast nichts noch einmal tragen, aber wenigstens die Schuhe sollte man wiederverwenden können“, sagt Hetzel. „Ein Rosé- oder Nude-Ton sieht später auch noch zur Jeans großartig aus.“

Blockabsatz zum Tanzen

Neben der Farbwahl stellt sich natürlich auch die Frage nach der passenden Schuhform zum Brautkleid. Generell gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Von klassischen Pumps über sportliche Sneaker bis zu derben Boots – gerade Stilbrüche können dem Outfit einen individuellen Touch verleihen. „Bei einem langen Kleid geht von hoch bis flach alles“, sagt Nadine Metgenberg. „High Heels strecken bei kurzen Kleidern natürlich optisch die Beine.“ Da die meisten Paare im Frühjahr oder Sommer heiraten, wählen Bräute oft Sandaletten. Hier empfiehlt sich ein Blockabsatz, da dieser auf Dauer bequemer ist und es sich lange darauf tanzen lässt. Letztendlich muss die Passform des Schuhs aber vor allem zum Fuß passen. Und da hilft nur: sich durchprobieren. „Wir raten immer dazu, den Schuh passend zur Braut zu wählen und nicht zum Kleid“, sagt Sophie Hetzel.

Und wie für jedes Paar Schuhe gilt auch bei den Brautschuhen: Vor dem großen Tag sollte man sie unbedingt einlaufen. Das Risiko für Blasen wird so gemindert und auch der Fuß kann sich an das Modell gewöhnen. Außerdem werden die Sohlen dadurch schon ein wenig angeraut. Denn gerade für den Gang durch die Kirche sollten diese nicht zu glatt sein. Ansonsten droht im Zweifel: Rutschgefahr.

Autorin: Annalena Graudenz/dpa